Poetologie | Verwandtschaften | Unzeitgemäße Betrachtung
Lenz mit Nietzsche lesen
DOI:
https://doi.org/10.21248/thewis.7.2018.82Abstract
Wie fängt etwas an? Die Frage hat sich im Laufe der Beschäftigung mit Lenz wiederholt verschoben, sie lautet jetzt: Wo fängt das hier an? Was muss hinein, was muss ausgelassen werden? Wo hört das hier auf? Der erste Impuls ist es, etwas zu konzentrieren, vielleicht zu fokussieren, der zweite, ein paar Aspekte herauszugreifen. Die Angst, dass dabei alles zusammenstürzen könnte, ist so wenig überraschend wie die Anfangsfrage, das macht sie jedoch nicht weniger dringlich. Mit Blick auf Lenz und Nietzsche scheint es ratsam, anstatt aus einem ‚großen Ganzen‘ ein ‚kleines Ganzes‘ zu machen, lieber ein Stück herauszuschlagen, ein Fragment zu schaffen, sodass dann vielleicht etwas dunkel bleiben muss, dafür aber tiefer gehen kann. In diesem Sinne muss dann wohl das Verhältnis dieses Artikels und der ursprünglichen Bachelor-Arbeit, aus der er sich speist, nicht letztendlich geklärt werden.
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